Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Neue Arbeitsblätter im Download

Werner am Sonntag, 09. Februar 2014

VertriebsmethodenHaltbarkeit

Ab sofort finden Sie im Download zu “Vertriebsmethoden” und zu “Haltbarkeit von kosmetischen Produkten neue Arbeitsblätter. Viel Spaß damit.

Lernkarten Total Ausverkauf – jetzt 50% Rabatt

Werner am Mittwoch, 15. Januar 2014

Lernkartenstapel_ru_lo

Bedingt durch den neuen Vertrieb meiner Apps von “FRISEUR ABC WISSEN” über die App Stores von Apple und Antroid (in Kürze auch über Windows Store) werde ich den Versand der Lernkarten nicht mehr weiter verfolgen. Nützen Sie umgehend das Angebot von 50% Rabatt auf den Listenpreis. Bestellformular auf der Homepage www.dannharts-lernhilfen.de. Das Angebot gilt, solange der Vorrat reicht. Portofreie Versendung innerhalb Deutschlands.

Bei Interesse an den neuen Apps von “FRISEUR ABC WISSEN” gehen Sie in den jeweiligen App Store oder holen Sie vorab auf der Homepage unter “Aktuelles” im Downloadbereich die Preisliste mit dem Gesamtangebot ab. Die Apps werden auch im Onlinebetrieb für die ganz normalen Rechner (kein Smartphone oder Pad notwendig) angeboten. Somit können mit dem einmaligen Erwerb der Lizenz die Apps auf allen Schulrechnern angewandt werden.

FRISEUR WELT berichtet über Friseur APPs

Werner am Sonntag, 15. Dezember 2013

Friseur Welt 0

Fahrradständer als Außenwerbung

Werner am Samstag, 30. November 2013

Fahrradständer Kamm

Leserbrief einer Lehrerin zu “Grüß Gott” an Schulen

Werner am Dienstag, 26. November 2013

Zu Schulbeginn wurden in Stuttgarter Schulen die Kinder von ihren Klassenvorständen informiert, wie man sich in der Gesellschaft zu verhalten hätte… Grüßen, Bitte und Danke sagen, einfach höflich und freundlich sein. Soweit in Ordnung, aber des Weiteren wurde ihnen auch mitgeteilt, dass das uns in Baden Württemberg vertraute ‘Grüß Gott‘ nicht mehr verwendet werden darf, da das die moslemischen Mitschüler beleidigen könnte.

eine Volksschullehrerin aus Stuttgart

Technorati-Tags: ,,

Neue Homepage der Schweizer Coiffeurfachlehrer

Werner am Samstag, 23. November 2013

Holder

www. scfv.ch

Ein Millionengeschäft mit heißer Luft

Werner am Freitag, 22. November 2013

New York – Ausgerechnet ein Ex-Yahoo-Manager mit Glatze hat in den USA einen Trend erschaffen: DryBars sind Friseursalons, die weder Haar-Schnitte noch -Färbungen anbieten. Es wird geföhnt, sonst nichts.

Ein gewöhnlicher Donnerstagnachmittag im Drybar-Salon im Süden von Manhattan: Lady Gaga singt gegen das Dröhnen lauter Haartrockner an. Alle zwölf Friseurstühle sind mit Frauen im Alter von Anfang 20 bis Ende 50 besetzt. Sie blättern durch Hochglanzmagazine, spielen mit ihren iPads oder schauen verträumt auf den großen Flachbildfernseher. Auf dem Bildschirm verliebt sich gerade die Prostituierte Vivian Ward alias Julia Roberts in den Millionär Edward Lewis alias Richard Gere. Hören kann man davon zwar nichts. Wegen des Lärms sind die Untertitel eingestellt. Wäre vermutlich gar nicht nötig: Den Schnulzenklassiker "Pretty Woman" hat hier ohnehin jeder schon mehrmals gesehen.

Auf einem der Stühle sitzt Kati. Die 53-Jährige mit den langen blonden Haaren ist Stammgast in Friseursalon der Kette Drybar. Sie kommt mindestens alle zwei Wochen vorbei. Kati ist Produzentin einer Realitysendung beim US-Fernsehsender CBS. Als sie vor 20 Minuten in den Salon getreten ist, wirkte sie gestresst. "Ich arbeite 18-Stundenschichten", sagt sie. Sie hat einen Rollkoffer dabei. Bis eben war sie im Studio, gleich muss sie weiter zum Flughafen auf eine Dienstreise. Ihre regelmäßigen Besuche in der Drybar sind für sie ein Geschenk an sich selbst. "Ich komme hierher, wenn ich das Gefühl habe, eine Belohnung für die harte Arbeit verdient zu haben."

Frauen wie Kati, die sich etwas gönnen wollen, sind das Erfolgsgeheimnis von Drybar. Der Konzern wurde erst im Jahr 2010 mit einem Salon in Los Angeles gegründet. Drei Jahre später hat sich buchstäblich aus einem Haufen heißer Luft ein 40 Millionen-Dollar-Geschäft entwickelt. 32 Läden hatte die Kette USA-weit, bis zum Ende des Jahres sollen es 40 werden.

Das Angebot ist simpel. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Friseursalon kann man sich in einer Drybar weder die Haare schneiden noch färben lassen. Es gibt ausschließlich Föhnfrisuren, sonst nichts.

Kati findet den Service toll. "Es dauert nur 40 Minuten und ich fühle mich wie ein neuer Mensch." Weil die Friseure nichts anderes machen als Haare zu opulenten Frisuren zu föhnen, können sie das besonders gut. "Mit meinen langen Haaren brauche ich nur selten einen Haarschnitt, da finde ich es umso schöner, mir so etwas Gutes zu tun."

Haarstylist Sean Berry ist mittlerweile fertig mit seinem Werk. "Bist du soweit, Darling", flötet er. Kati nickt und Berry dreht den Stuhl um 180 Grad. Anders als in normalen Friseursalons können die Kundinnen die Arbeit der Friseure nicht beobachten. Die Stühle sind um eine Bar in der Mitte des Ladens aufgereiht. Die Spiegel hängen hinter ihnen an den Wänden. "Für die Kundinnen ist das viel entspannter", sagt Berry. Sie können sich auf "Pretty Woman" oder ihre Modezeitschrift konzentrieren anstatt ängstlich das Wirken des Friseurs zu verfolgen.

Erst wenn alles fertig ist, werden die Kundinnen zum Spiegel gedreht – dem "Spiegel der Offenbarung", wie er bei Drybar genannt wird. So bewundert jetzt auch Kati ihren fertigen Schopf. Vor 40 Minuten klebten die Haare noch lustlos hochgesteckt am Kopf. Jetzt fallen sie in einer üppigen Welle auf ihre Schultern. "Du siehst fantastisch aus", sagt Berry. Kati findet das auch und lächelt fröhlich. Sie zahlt 40 Dollar – jede Frisur kostet gleich viel – und rollt ihren Koffer von dannen.

Er habe lange nicht kapiert, warum Frauen für eine Föhnfrisur bezahlen sollten, sagt Michael Landauer. Das ist eine mutige Aussage, schließlich ist der 41-Jährige der Chef von Drybar. "Meine eigene Frisur hat mir bei dem Konzept nicht gerade geholfen." Landauer zeigt grinsend auf seinen Kopf: Er hat eine Glatze. "Wie die Jungfrau zum Kinde irgendwie."

Es war die Liebe zu seiner Schwester Alli Webb, die ihn zu seinem heutigen Job verhalf. Ende der 90er-Jahre war Webb eine gefragte Promi-Friseurin in New York. Zu ihren Stammkunden gehörte unter anderem Paul McCartney. Doch dann verliebte sie sich, heiratete, zog nach Los Angeles und bekam zwei Söhne.

"Nach einigen Jahren als Mutter fiel ihr die Decke auf den Kopf", erzählt Landauer. Sie wollte wieder arbeiten, also schaltete sie eine Anzeige und bot an, Frauen zu Hause die Haare zu föhnen. "Das Geschäft lief enorm gut, aber sie verlor viel zu viel Zeit dabei, von Haustür zu Haustür zu fahren." Deswegen bat sie ihren Bruder, einen ehemaligen Manager bei Yahoo, um einen Kredit.

"Ich hab ihr das Geld gegeben, weil ich ihr helfen wollte", sagt Landauer. Dass er das Geld wiedersehen würde, damit habe er nicht gerechnet. "Das war vermutlich der größte Irrtum meines Lebens."

Bevor Webb den ersten Laden im Brentwood, einem wohlhabenden Stadtteil von Los Angeles, eröffnete, hatte Landauer eine Kalkulation erstellt. 20 bis 30 Kunden waren nötig, um einen Gewinn zu erzielen. Eine einzige E-Mail-Aussendung an potenzielle Kundinnen reichte, und das Telefon stand nicht mehr still. Innerhalb des ersten Tages war der Salon auf sechs Wochen ausgebucht. "Wir hatten seit unserer Gründung keinen einzigen Tag, an dem nur 30 Kundinnen kamen."

Landauer kündigte seinen eigenen Job und stieg Vollzeit als Chef der Firma ein. Seine Schwester kümmert sich als Kreativchefin um das Konzept und die Frisuren. Er ist für das Finanzielle zuständig. Das Unternehmen expandierte schnell. In einer ersten Finanzierungsrunde sammelte Landauer bei Freunden und Familienmitgliedern 2,5 Millionen Dollar ein. Auch einige Stammkundinnen gehören zu den Investoren – so zum Beispiel die Schauspielerin Rose McGowen, die aus der Hexen-Serie "Charmed" bekannt ist.

Im Januar 2011 stieg dann der Finanzinvestor Castanea Partners aus Boston bei Drybar mit 16 Millionen Dollar ein. Mit dem Geld startete das Unternehmen unter anderem auch eine eigene Produktpflegeserie mit Shampoo, Spülungen und Haarschaum. Sie werden in den Drybar-Salons, bei der US-Drogeriemarktkette Sephora und beim Homeshoppingkanal QVC verkauft.

2000 Mitarbeiter zählt Drybar heute. Pro Monat besuchen 100.000 Kunden eine der 32 Filialen in den USA. Die Rendite eines Drybar-Ladenlokals liegt laut Landauer bei 15 bis 35 Prozent. In der Friseurbranche seien sonst rund elf Prozent üblich. Vor einigen Monaten feierte Drybar seine 1.111.111ste Kundin. Als Dankeschön bekam die Dame kostenlose Föhn-Besuche auf Lebenszeit. "Die Frau ist komplett ausgeflippt vor Freude."

Drybar sei so erfolgreich, weil es eine völlig neue Nische im Markt entdeckt habe, glaubt Landauer. Natürlich habe man sich auch vorher schon die Haare in einem Friseursalon föhnen lassen können. "Auf die Idee ist allerdings kaum eine Frau gekommen." Es sei in etwa wie das Geheimnis von Apple-Produkten: Bevor es iPods, iPhones und iPads gab, wusste auch niemand, dass er diese Dinge haben wollte.

Ein gutes Beispiel sei seine Frau, meint Landauer. Früher sei sie nie für eine Föhnfrisur zum Profi gegangen. "Jetzt ist sie der totale Junkie und sitzt mindestens zweimal die Woche in einem unserer Salons."

Viele Prominente kommen zu Drybar, darunter Julia Roberts, Jennifer Garner, Cindy Crawford, Sarah Michelle Gellar und Maria Shriver Schwarzenegger. Zur Zielgruppe gehören jedoch keineswegs nur berufstätige oder besonders ausgefallene Frauen. "Wir haben mindestens ebenso viele Hausfrauen hier." Der Finanzinvestor Castanea Partners hatte in einer Marktanalyse die Kernzielgruppe von Drybar herausfinden wollen. "Das Ergebnis war: Unsere Kunden sind weiblich und haben Haare", lacht Landauer. Bei Alter, Ausbildung und Beruf spreche die Kette tatsächlich alle Frauen an.

Drybar ist so erfolgreich, dass in einigen US-Städten Firmen wie BeStyled oder Haute Air versuchen, das Konzept zu klauen. Auch in Deutschland gibt es bereits Nachahmer: In Berlin eröffnete im Sommer vergangenen Jahres die erste Drybar nach amerikanischem Vorbild am Walter-Benjamin-Platz in Charlottenburg.

Landauer schreckt das nicht. Das Gesamterlebnis eines Drybar-Besuchs sei so ausgeklügelt, dass es schwer zu kopieren sei. Egal, ob man in Boston, San Francisco oder Dallas zu einer Drybar geht, die Erfahrung ist immer die gleiche: Die Marmorbar in der Mitte, weiße Holzvertäfelungen, Kronleuchter, Schnulzenfilme, Mädchen-Musik. Am Anfang des durchorchestrierten Besuchs gibt es ein Glas Sekt, am Ende schaut man in den "Spiegel der Offenbarung". "Kaffee kann man auch überall kaufen. Trotzdem gehen die Leute zu Starbucks."

Hat Drybar das Zeug, zu einer weltweiten Kette wie Starbucks aufzusteigen? "Warum nicht", fragt Landauer. Der Konzern sei gerade auf der Suche nach Franchisepartnern in Europa, Asien und dem Nahen Osten. Details will Landauer allerdings noch nicht verraten. "Letztlich ist für uns jede Region auf der Welt interessant, in der es Frauen mit Haaren gibt."

Tina Kaiser, New York, Die WELT vom 16.11.2013

Beamte als Apples Markenbotschafter

Werner am Montag, 18. November 2013

Computerkonzerne wie Apple bieten Pädagogen enge Partnerschaften an, Fortbildungen in Fünfsternehotels inklusive. Die Länder sind alarmiert.

Lehrer, die nach Material für den Unterricht suchen, empfängt Apple mit offenen Armen: "Willkommen zu einer motivierenden Lernerfahrung", titelt der Computerkonzern auf seiner eigens eingerichteten Bildungs-Internetseite. Fotos zeigen iPads im Klasseneinsatz, Links führen zu Lern-Apps und Unterrichtsbeispielen. Das umfassende Online-Angebot für Lehrer und Schüler enthält auch Vorschläge, Anleitungen und Vorlesungen für Unterrichtsfächer wie Mathematik, Geschichte oder Naturwissenschaften, abrufbar im Online-Store iTunes. Die zur Nutzung unabdingbaren Apple-Geräte bietet der Konzern mit Bildungsrabatt an. Zwei Klicks weiter fordert er Lehrer auf einer eigenen Projektseite dazu auf, sich als "Apple Distinguished Educator" zu bewerben. Doch wer als deutscher Beamter hier mitmachen möchte, sollte vorher noch einmal seine Dienstvorschriften durchlesen.

"Die innovativsten Pädagogen der Welt", schmeichelt die Beschreibung, sollten in diesem internationalen Netzwerk von Lehrern zusammenkommen und sich von Apple fortbilden lassen. "Sie unterstützen den Einsatz von Apple-Produkten, die helfen, Schüler auf völlig neue Art und Weise zu motivieren. Sie sind Repräsentanten für Innovationen, nehmen an bildungsbezogenen Veranstaltungen auf der ganzen Welt teil und präsentieren dort ihre Ideen", beschreibt das Unternehmen frank und frei seine Absichten. Mehr als 2000 Pädagogen haben bislang an dem Programm teilgenommen, darunter laut Auskunft eines Apple-Mitarbeiters auch eine dreistellige Zahl deutscher Lehrer. Berichte von Fortbildungen zeigen Lehrer in Luxusumgebungen wie dem irischen Fünf-Sterne-Resort "Fota Island". Zwei Teilnehmer aus Deutschland berichten im Gespräch mit der "Welt am Sonntag" von Einladungen in Hotels in London und Kongressen in Deutschland. Wer mitmacht, zahlt die Anreise selbst und muss eine Erklärung vorlegen, wonach die Teilnahme von Vorgesetzten genehmigt wurde – dazu zählt, so erklärt Apple, ausdrücklich auch eine Freigabe des zuständigen Antikorruptionsbeauftragen. Wer nach der ersten Orientierungsveranstaltung Mitglied des Netzwerks bleibt, erklärt sich damit einverstanden, in Kooperation mit Apple auf Kongressen und Messen aufzutreten, um über seine Erfahrungen mit der Technik im Klassenzimmer zu referieren.

Einladungen von deutschen Lehrern zu Fortbildungsveranstaltungen auf der ganzen Welt, damit diese anschließend den Einsatz von Apple-Geräten im Klassenzimmer unterstützen und dafür auf Kongressen werben – dass dieses Programm eventuell gegen deutsches Beamtenrecht und länderspezifische Richtlinien zum Engagement von Unternehmen an Schulen verstoßen könnte, scheint den Strategen bei Apple nicht bewusst zu sein. "In ihrer Offenherzigkeit schon fast putzig" nennt Wolf-Jürgen Karle vom Ministerium für Bildung und Wissenschaft des Landes Rheinland-Pfalz die Beschreibung auf der Webseite und erklärt: "Für Lehrkräfte im Beamten- wie im Beschäftigtenverhältnis gilt das Neutralitätsgebot. Jede einseitige Unterrichtung und Information ist unzulässig." Deswegen sieht das Ministerium "bei einer Resonanz aus der Lehrerschaft" auf das Apple-Programm einen Verstoß "gegen geltendes Recht in Rheinland-Pfalz".

Das Schulwesen ist in Deutschland Sache der Bundesländer, entsprechend fallen die Regelungen für Lehrerfortbildungen und für Engagements von Unternehmen an Schulen unterschiedlich aus. Die "Welt am Sonntag" hat bei allen 16 Bundesländern angefragt, inwieweit sie ihren Lehrern eine Teilnahme an Apples Programm gestatten würden, zehn antworteten eindeutig, die Teilnahme sei verboten: "Die beschriebenen Fortbildungsreisen verstoßen gegen die Antikorruptionsrichtlinien, die für alle beim Land beschäftigten Lehrkräfte gelten", lautet die Erklärung des niedersächsischen Kultusministeriums, und auch das Schulministerium Nordrhein-Westfalen hält von Firmen bezahlte produktspezifische Fortbildungsreisen für unzulässig. Lediglich in zwei Ländern sehen die Ministerien Herstellerfortbildungen weniger streng: In Baden-Württemberg kann die jeweilige Schulleitung selbst entscheiden, ob Lehrer für Apples Programm freigestellt werden können. Und in Sachsen-Anhalt nimmt ein Lehrer im Rahmen seiner Tätigkeit für das landeseigene Institut für Schulqualität und Lehrerbildung an dem Programm teil.

Was Martina Schmerr, zuständige Referentin im Vorstandsbereich der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, nicht gefällt. "Wir sehen in dem Apple-Angebot einen weiteren Werbefeldzug zum Verkauf der eigenen Produkte und zur Sicherung von Marktanteilen im stark umworbenen Schulbereich. Dass dafür Lehrkräfte in Dienst genommen werden, ist zusätzlich anstößig", kritisiert sie. Doch Schmerr weiß: Apple ist nicht der einzige IT-Konzern, der Lehrer in Deutschland für den Einsatz seiner Produkte fortbildet. "Die Schulen werden hier zunehmend zum Feld von kommerziellen Interessen." Der Internetriese Google bietet ein "Certified-Teachers"-Programm an, um den Einsatz seiner Apps und Angebote an Schulen zu fördern, Microsoft zeichnet im Rahmen eines Wettbewerbs deutsche Lehrer als "Expert Educators" aus und lädt sie zum "Innovative Teachers Forum" unter anderem nach Barcelona ein. Hier nahmen laut Auskunft des Saarbrücker Ministeriums für Bildung und Kultur "unter Einbeziehung der Antikorruptionsbeauftragten" in Vorjahren bereits mehrfach Lehrer aus dem Saarland teil.

In den Schulen werden die Programme teils enthusiastisch aufgenommen – weil es an IT-Fortbildungsprogrammen für Lehrer mangelt. "Die Etats für Fortbildung, für die technologische Ausstattung von Schulen und für Lehr- und Lernmittel müssen aufgestockt werden", fordert Gewerkschafterin Schmerr.

Konzerne wie Apple, Google und Microsoft stoßen auch 20 Jahre nach dem Beginn der Online-Revolution vielerorts in ein Vakuum: Laut einer Studie von TNS-Infratest nutzt nur gut ein Drittel der deutschen Schüler mehr als einmal in der Woche im normalen Unterricht moderne IT, im Vergleich der Industriestaaten belegt Deutschland damit einen der hinteren Plätze. Das Resultat des Mangels: Nur 69 Prozent der 16- bis 24-Jährigen verfügen einer aktuellen Eurostat-Erhebung zufolge über mittlere oder gute Computerkenntnisse. Im europäischen Vergleich reicht das nur für Platz 27 von 31 Ländern. "Die IT-Ausstattung der Schulen muss modernisiert und eine nachhaltige Lehrerweiterbildung im Bereich der digitalen Medien geschaffen werden", folgert Dieter Kempf, Präsident des IT-Fachverbandes Bitkom.

Dass die Schüler von einer fachkundigen Ausbildung an neuester Soft- und Hardware profitieren, daran besteht nach Ansicht von Pädagogen kein Zweifel: Apple führt auf seiner Homepage die Kölner Kaiserin-Augusta-Schule als Beispiel an, die in einem von Eltern finanzierten Projekt als erstes Gymnasium in Deutschland seit 2011 iPads im Unterricht einsetzt. "Apples geschlossenes System bietet viele Vorteile, da ich als Lehrer die Kontrolle über die Geräte behalte", erklärt Projektleiter André Spang. "Für die Schüler ist der Umgang mit den Geräten inzwischen selbstverständlich, Papierberge im Lehrerzimmer stammen für sie aus einer anderen Welt."

Im Einsatz der Edel-Tablets von Apple sieht Spang durchaus "einen gewissen Hype-Faktor". Doch genau deswegen machten auch die Schüler enthusiastisch mit, bislang wurden Geräte weder geklaut noch beschädigt. "Die Schüler erfahren eine ganz eigene Wertschätzung, wenn sie an der neuesten Hardware arbeiten dürfen, anstatt ausrangierte Spenden-PCs von Firmen zu bekommen." Doch auch er sieht in der Festlegung auf einen einzelnen Anbieter ein Problem: "Es besteht die Gefahr, dass man einen gewissen Akzent setzt." Spang könnte sich vorstellen, auch Geräte anderer Hersteller oder schülereigene Geräte in das Projekt einzubeziehen.

Mit der ersten Anschaffung legen sich die Bildungseinrichtungen in der Regel auf einen Anbieter und dessen Software fest: "Eine Schule muss sich für ein System entscheiden, wenn Lernen mit mobilen Endgeräten Bestandteil ihrer Schulentwicklung ist. Das Problem ist, dass jede Entscheidung für ein System andere Systeme ausgrenzt", sagt Henning Lipski vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern. Kauft die Schule Apple-Geräte, dann werden die Schüler nur daran ausgebildet. Kommt Microsoft zum Zuge, beherrschen die Schüler vor allem den Umgang mit Windows. Der Konzern, dem es gelingt, hier die richtigen Weichen zu stellen, gewinnt die Kundschaft von morgen.

Benedikt Fuest, Die WELT vom 16.11.2013

Veränderung einer Person durch digitale Manipulation

Werner am Donnerstag, 31. Oktober 2013

Mit unten stehenden Link können Sie bei der kurzen Filmszene von einer Minute mit verfolgen, wie das digitale Bild einer weiblichen Person “aufgebrezelt” wird.

http://bestpozitiv.ru/video/master-fotoshopa-v-dele/

Empfang bei Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly in Nürnberg

Werner am Donnerstag, 24. Oktober 2013

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Anlässlich der Haare 2013  und des 125-jährigen Bestehens des Landesinnungsverbandes des bayerischen Friseurhandwerks (LIV) lud Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly die Ehrenamtsträger des LIV und die Aussteller zu einem Empfang in den Heilig-Geist-Saal am Hans-Sachs-Platz in Nürnberg ein.

Bild von Rechts: Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly, Landesinnungsmeister Andreas Popp und seine Gemahlin.